letzte Aktualisierung  12. März 2021
Diese Seite wurde am 01. Februar 2021 erstellt!
Aus dem Hemsdorfer Dorfgeschen
in der Zeit des
II. Weltkrieges
Erinnerungen und Erlebtes, aufgeschrieben von Rudolf Werner
Die Zeitspanne vom Beginn des Krieges im Jahr 1939 bis zum Kriegsende des Jahres 1945. Von seinen Einwohnern, seinen Kriegsteilnehmern als Soldaten, den Kriegsgefangenen, den Zwangsarbeitern, den Ausgebombten, den Evakuierten und den Ostflüchtlingen. Das was ich aus dieser Zeit niederschreibe, sind hauptsächlich meine Erinnerungen, wie sie ein Schuljunge von damals im Gedächtnis behalten hat. Am Ende des Krieges war ich 14 Jahre alt. Es muss wohl 1938 gewesen sein, als in Polen wohnende Volksdeutsche von der hiesigen Bevölkerung ermordet wurden. Dieses Verbrechen nahm die deutsche Regierung zum Anlass, um die Deutschen gegen die Polen aufzuhetzen und den Vorwand für den Krieg gegen das kleine Land. Die Berichte über die Gräueltaten an den Volksdeutschen, entzündete auch den Volkszorn der Hemsdorfer über die ,,Pollacken“, wie sie als Slawen, nach der neuen Rassenlehre der Nazis, betitelt wurden.
Dieses Verbrechen nahm die deutsche Regierung zum Anlass, um die Deutschen gegen die Polen aufzuhetzen und den Vorwand für den Krieg gegen das kleine Land. Die Berichte über die Gräueltaten an den Volksdeutschen, entzündete auch den Volkszorn der Hemsdorfer über die ,,Pollacken“, wie sie als Slawen, nach der neuen Rassenlehre der Nazis, betitelt wurden.
Ich höre noch meinen Großvater Gottlieb Büttner schreien: , ,datt kann sick der Adolf ( Hitler ) nich jefallen laaten; Kriech mott et jewen". Und der Krieg, der Überfall auf Polen , begann ja bald darauf am 1. September 1939 . Wie schnell man einen Kriegsgrund erfinden kann, haben uns die Amerikaner und Engländer gezeigt, als sie völkerrechtswidrig, auf Grund gefälschter Beweise von angeblichen Massenvernichtungswaffen, vor zwei Jahren den Irak überfallen haben. Wenn man einen Hund schlagen will, dann findet man einen Knüppel, besagt ein Sprichwort. Wie wahr!
Vom Polenfeldzug weiß ich nichts zu berichten, ebenso wenig vom Frankreichfeldzug, welcher im Sommer 1940 stattfand. Von den Hemsdorfern, die als Soldaten daran teilnahmen, ist mir nur Martin Braumann bekannt. Derselbe kam mit einer schweren Verwundung, welche er am Kopf erlitten hatte, aus Frankreich heim. Er muss wohl große Schmerzen gelitten haben, so sagte man. Das dürfte auch der Grund dafür gewesen sein, dass er sich in der elterlichen Scheune erhängte.
Nach den Siegen über Polen und Frankreich war die Kriegsbegeisterung der Leute im Ort riesig groß. Kein Wunder, waren doch die Kameradschaften der I. Weltkriegsteilnehmer, des ,,Stahlhelm", des Ludendorff Bund, und dann natürlich der hiesigen SA, die Speerspitze der Machthaber, gefolgt von den einfachen Parteigenossen, den Jugendorganisationen der Hitlerjugend (HJ) und vom Bund deutscher Mädchen (BDM). Auch Frauen waren in einer Organisation. Hemsdorf war eine Hochburg der Nationalsozialisten. Es dürfte nahezu die Mehrzahl der Erwachsenen das runde Parteiabzeichen mit dem Hakenkreuz in der Mitte am Revers stecken gehabt haben. Den Müttern und den Kindern galt die besondere Fürsorge der Regierenden. Ab der Zahl von 6 Kindern erhielten die Mütter ein Mutterkreuz, ein Abzeichen, ähnlich dem heutigen Bundesverdienstkreuz aussehend. Meine Großmutter Werner trug ihr Mutterkreuz immer stolz bei Festlichkeiten (7 Kinder hatten die Großeltern Emma und Friedrich Werner). Nach der Geburt meiner jüngsten Schwester Erika 1941, dem 6. Kind, erhielt auch meine Mutter ihr “Kreuz”. Als die Amerikaner als Besatzung in Hemsdorf einzogen, war das Kreuz das erste, was sie aus lauter Angst versteckte.
Die Hitler Gläubigkeit hatte ja seinen Grund, den ich erwähnen muss, um die Begeisterung der Menschen für den, Führer zu verstehen. Nach der Machtergreifung 1933, brachte die Reichsregierung in wenigen Jahren die 6 Millionen Arbeitslose in geregelte, bezahlte Arbeit unter. Ob in den Staatsbetrieben wie der Reichsbahn, der Post, dem Reichsarbeitsdienst, oder in der wieder florierenden Wirtschaft. Wenn in der heutigen - sogenannten sozialen Marktwirtschaft ein 50 -jähriger Arbeitsloser so gut wie keine Aussicht auf eine bezahlte Arbeit hat, so wurde damals jeder Arbeitsfähige bis zum Rentenalter beschäftigt. Ein Beispiel aus dem Ort: Mein Hemsdorfer Großvater, Gottlieb Büttner, bekam um 1936-37 als 63 -jähriger Maurer Arbeit beim Bau der Reichsautobahn auf dem Abschnitt Bornstedt - Irxleben. Den Familien mit mehreren Kindern wurde mit einem Geldbetrag, der Kinderbeihilfe, geholfen, und deren ,,magere" Kinder kamen in den Genuss einer ,,Kinderlandverschickung” (ich selbst 1940 auch).
Für junge Eheleute wurde ein ,,Ehestandsdarlehen" gewährt. Von Horst und Anni Poetig , die neuvermählt im Haus, heute Bergstr. 5, wohnten, weiß ich es, dass sie sich Möbel von dem Darlehen kauften. Nach der Zerschlagung der Gewerkschaften 1933, hieß die neue Organisation “Arbeitsfront". Diese organisierten Ferienreisen und schuf Ferienquartiere für die Berufstätigen. KDF nannte sich dies, als Abkürzung für “Kraft durch Freude". Die Olympiade 1936 in Berlin, auf der die deutschen Athleten große Erfolge erzielten, trug zur Begeisterung für den Sport bei. Auch die groß initiierten Aufmärsche bei den Reichsparteitagen und das Auftreten des Führers mit seinen Getreuen auf den Kundgebungen, verfehlten ihre Wirkung nicht auf die Massen. Waren es doch auch die Obrigkeiten der beiden großen deutschen christlichen Kirchen, bis hin zu deren Pfarrern und Laien, die den “Führer” nahezu “anbeteten”.
Das erste Gebot Gottes, du sollst nicht andere Götter haben mir, hätte sie doch wohl vor den Folgen dessen Missachtung bewusst sein müssen. Dass die Verfolgung von Gottes Volk, den Juden durch die Nazis, ein Strafgericht zur Folge haben würde, hätten sie aus der Bibellese wissen müssen. Auch der Pfarrer von Groß Rodensleben mit Namen (gestrichen), der in dieser Zeit dort seinen Dienst versah, gehörte meines Erachtens zu den “Hitleranbetern”. Seine Beiträge in den Gemeindeblättern deuten darauf hin. Aus der Begeisterung für die neue Zeit, ist vieles vom damaligen Verhalten der Leute entschuldbar. Nach diesen kurzen Zwischenberichten nun weiter … ….
1940 - Die ersten Kriegsgefangenen treffen in Hemsdorf ein. Als Gefangenenlager wird der Tanzsaal der Gastwirtschaft “Zum Schwarzen Adler” hergerichtet.
Die Lage war ideal zur Überwachung geeignet. Der Saal lag im Obergeschoss und war nur durch einen Treppenaufgang vom Hof her, ein- und aus zu begehen. Zur Vermeidung von Fluchtversuchen wurden die Fenster mit Stacheldraht überspannt. Den einzigen Zugang sicherte nach der Belegung des “Lagers” ein Wachposten ab. Soweit ich mich daran erinnere, bestand das Wachpersonal nicht aus Wehrmachtsangehörige.
Foto von mir nach der Wende um 1993 aufgenommen. Küssners Saal wurde um die Jahrhundertwende (1900) auf den unteren Horbachschen Stallgebäude errichtet. Hilda Küssner , die Tochter von Hermann Horbach war Kriegerwitwe und Alleinerbin. Ihr Mann und ihr einziger Bruder sind im 1. Weltkrieg gefallen. Foto: Eingang zur Treppe in den Saal war die mit den Stufen davor.
Und dann trafen sie ein, Kriegsgefangene junge belgische Soldaten, in ihren hellbraunen Uniformen sahen sie recht schmuck aus. Ansichtig bekamen wir sie aber erst, als man sie zur Arbeit einsetzte. Als “Arbeitsfeld” hatte man für sie den Diek, unseren Dorfteich ausersehen. Das Wasser wurde abgelassen und dann begannen sie in Handarbeit mit der Entschlammung, “Utmodderung”. Damit sie dieses trockenen Fußes verrichten konnten, hatte man ihnen, woher auch immer, Holzländer Holzschuhe gegeben. Von der Angerseite her begann die Aktion, die nach nicht einmal Erreichen eines sechsten Teiles der Teichfläche ein Ende fand.
Eines Tages waren die Gefangenen aus Hemsdorf verschwunden. Die Ausschachtung die sie im Teich hinterlassen hatten, war aber so tief, dass sich abends die Ackerpferde, wenn sie zur Tränke in das Wasser gingen, sich bequem zur Erfrischung darin wälzen konnten. Die belgischen und holländischen Kriegsgefangenen wurden schon nach wenigen Monaten der Gefangenschaft, nach Hause entlassen. Das war von Hitler ein raffinierter Schachzug, und brachte ihm bei der Bevölkerung in den beiden Ländern große Sympathie ein. Da vor allen die Holländer ein große Reichspartei, mit ähnlichen Programmen wie die NSDAP der Nazis hatten, meldeten sich zahlreiche Freiwillige zu den SS Divisionen zum Einsatz gegen die “Bolschewisten”, und nahmen am Krieg an der Ostfront teil. Kaum waren Teile der Ostgebiete besetzt, da zogen schon einige holländische Siedler dorthin und errichteten Häuser. Zehntausende Freiwillige, als Fremdarbeiter, arbeiteten während der Kriegszeit im Reichsgebiet, und verdienten dabei gutes Geld, während die polnischen, französischen und russischen Gefangenen oft unter unmenschlichen Bedingungen, und fast ohne Entlohnung schuften mussten. Da verstehe wer will, die oft feindseligen Einstellung einiger Leute gegen uns Deutsche, und dieses Jahrzehnte nach Kriegsende. Über die Gruppe, der aus vielerlei Nationen bestehenden Truppe, welche zur Kriegszeit das Hemsdorfer Wirtschaftsleben, die Landwirtschaft, in Gang hielt, schreibe ich an anderer Stelle. Einige der obigen Bemerkungen, sind meine persönliche Meinungen.
Vereinsleben in Groß Rodensleben - Aus unbekannter Zeitung
Foto aus dieser Zeit in Groß Rodensleben.
E s könnte im Februar - März 1941 gewesen sein, als Hemsdorf und die umliegenden Dörfer Einquartierung erhielten. Es waren Einheiten von Fallschirmjägern, welche in einem Übungsmarsch - mehr Gewaltmarsch - aus der Nähe von Braunschweig kommend, bis zu uns marschierten. Bevor sie eintrafen, war der ganze Ort in freudiger Erwartung. Wir Kinder standen eingangs der Chaussee, wo auch der Dreileber Feldweg endete, und warteten auf ihr Kommen. Und dann kamen sie heran marschiert. Viele von ihnen humpelten und waren am Ende ihrer Kräfte. Sanitätsfahrzeuge versorgten die Gehunfähigen. Für uns Kinder, die mit ihnen bis in den Ort mitmarschieren durften, war es das Ereignis.
Die Quartiergeber erzählten dann auch von den Qualen, welche die Betroffenen durch ihre blutiggelaufenen Füße aushalten mussten. Die Fürsorge der Hemsdorfer war groß, und es bahnten sich auch Freundschaften an. Unsere Nachbarin im “Langen Haus”, Else Thormeyer, schloss auch mit einem Fallschirmjäger Freundschaft, aus der dann eine Brieffreundschaft wurde. Diese fand ein Ende, als sie die Nachricht erhielt für Führer und Vaterland gefallen. Hemsdorfer Schulmädchen schrieben Briefe an “unbekannte” Soldaten, so auch 1941 die damals 11-jährige Ilse Werner aus unserer Schule.
Der Briefpartner, der Pilot Hermann Euscher aus Herfort , lernte bei einem Urlaub ihre Cousine Lisa Werner kennen, welche auch Urlaub von der LBA (Lehrerbildungsanstalt) in Paderborn hatte und in Hemsdorf weilte. Zu dieser Zeit musste wohl auch der Liebesgott Amor in Hemsdorf zugegen gewesen sein, denn aus Lisa und Hermann wurde ein Liebespaar . Herrmann Euscher kehrte gesund aus dem Krieg heim. 1945 heirateten sie in Herfort, und leben heute, im Jahr ihrer Diamantenen Hochzeit in Hannover-Langenhagen. An einen mächtigen Motorenlärm, verursacht durch 3 im Tiefflug über Hemsdorf hinwegdonnernden 4-motorigen “Condor”, entsinne ich mich noch. Was uns dabei in Angst und Schrecken versetzte, sollte 1944 ein Liebesgruß des Fliegers Hermann an seine Lisa sein, die sich aber an dem Tag in Magdeburg befand. [ Siehe dazu auch: “Eine Ehrenrunde im Tiefflug über Hemsdorf”, auf dieser Homepage.]
Ein anderer Pilot aus Hemsdorf, Mutti” Hartmanns Sohn Wilhelm Oelker , flog auch mit seiner HE (Henkel) 111 im Tiefflug über uns hinweg, als wir als Kinder auf dem Scheibenberg Rüben verzogen. Er fand, wie viele seiner Schulkameraden auf anderen Schlachtfeldern, den Fliegertod. Bei dem Bodenpersonal der Luftwaffe tat noch Ernst Meyenberg Dienst. Die Mehrzahl der Einberufenen waren Infanteristen. Hans Behrends (später hieß er Jacobczak ) war soviel ich weiß, der einzige Soldat bei der Kriegsmarine. Er war Matrose auf einem Schnellboot.
Foto: Nicht in Hemsdorf. Örtlichkeit unbekannt.
[Ich, Rudolf Werner, war gerade 9 Jahre] begannen dann laufend die Einberufungen zur Wehrmacht. Es betraf zuerst die Jahrgänge etwa von den Geburtsjahren 1910 - 1920 an. [Mein Vater, Willi Meier, ist Geburtsjahr 1912] Vor mir liegt ein Schulfoto aus dem Jahr 1922. Von den darauf abgebildeten Schuljungen, 30 an der Zahl, haben 25 von ihnen Kriegsdienst geleistet. Gefallen sind 5 von ihnen.
Schulfoto aus dem Jahr 1922. Lehrer ist Karl Simon. Auf dem Foto auch mein Vater, Willi Meier , obere Reihe vierter von links. Gefallen sind Heinrich Braumann oR. erster vl., Herbert Denecke , uR. dritter vR., Mit auf dem Foto meine Tanten Else Meier, untere Mädchenreihe vierte vR. und Emmi Meier obere Mädchenreihe, sechste vl.
Von Schulfotos aus den Jahren 1931 und 1934, sind von den dort abgebildeten 22 Jungen 10 gefallen oder vermisst. Zu den Vermissten, sie wurden später als tot erklärt, zählten Diejenigen, deren Tod nicht unmittelbar festgestellt worden war.
Eine junge Frau, Elise Herzberg , kam bei einem Bombenangriff auf den Rüstungsbetrieb Polte in Sudenburg ums Leben. Sie hinterließ eine kleine Tochter namens Karin . Während die älteren Jahrgänge überwiegend Familienväter waren, und bestimmt nicht gerne in den Krieg zogen, konnten es die jüngeren, mit einigen von ihnen drückte ich noch die Schulbank, nicht abwarten, um endlich Soldat werden zu können. Viele von ihnen meldeten sich freiwillig zur Wehrmacht, aus Angst, der Krieg wäre zu Ende, und sie hätten nicht daran teilgenommen.
Erich Meyenberg, Jahrgang 1928 , schilderte mir diese Stimmung derzeit unter seinen etwas älteren Kameraden. Die Stimmung: Führer befiel, wir folgen dir, war ausgegeben, und wurde von den jungen Soldaten begeistert aufgenommen. Der Gedanke, dass sie im Kriegsgeschehen umkommen könnten, schien in ihrer Begeisterung für den Führer nicht zu existieren. Mein Cousin Heinrich (Heini) Schwitzer schrieb einige Wochen bevor er gefallen ist, im letzten Brief an seine Mutter in Hemsdorf: “Wenn ich falle ist es nicht so schlimm, Hauptsache Papa kommt wieder zurück.”
Verteilerplan für den Postverkehr der NSDAP im Kreis Wolmirstedt um 1940. Museum Wolmirstedt
Verteilerplan für den Postverkehr der NSDAP im Kreis Wolmirstedt auf insgesamt 8 Routen.
Zur Einquartierung, welche ich auf Seite 5 [auf einer vorherigen Seite] erwähnt habe, soll noch einiges hinzugefügt werden. Im Dreilebener Quartier befand sich auch ein Fallschirmjäger der Boxweltmeister Max Schmeling . Diese Einheit sprang im Balkankrieg über Kreta ab, und musste im Kampf mit den englischen Verteidigern große Verluste beklagen. Mit dem Feldzug gegen die Sowjetunion und dem Afrika Feldzug begann das große Sterben, auch der im Krieg aus Hemsdorf teilnehmenden Soldaten. Ein Beweis dafür, dass die Wehrmachtsführung den Feldzug gegen die Sowjetunion schon im Sommer 1940 plante, möchte ich an einem Beispiel aufzeigen. Wir befanden uns derzeit nur im Kriegszustand mit England, und wofür benötigten die Strategen dafür über 30-jährige Familienväter als Huf- und Wagenschmiede?
Mein damals 32-jähriger Vater Rudolf Werner , von Beruf Huf -und Wagenschmied, Vater von 5 Kindern, wurde im Herbst 1940 zur Wehrmacht eingezogen. Mit ihm noch ältere Schmiede aus der näheren Umgebung (aus Domersleben G. Stitz , und ein anderer aus Tundersleben). Nach ihrer Grundausbildung über den Winter 40/41 in Halberstadt, kamen sie zu einer Einheit welche aus Pferdebespannten schweren Artillerie bestand. Gleich nach dem Überfall auf die Sowjetunion im Herbst 1941 kam ihre Einheit zum Einsatz. Über unwegsames Gelände und durch Sümpfe, kämpften sie über Lemberg hinaus weiter in Richtung Moskau. Dann kam der eisige Kriegswinter 1941/1942 mit Kälte nahe -30Grad und reichlich Schnee, wodurch der Vormarsch zum Erliegen kam.
Fotos von Albert Pitschmann: N ach der Musterung, noch mit Blumen am Rock wird auf der Hemsdorfer Chaussee schon mal der Parademarsch eingeübt. Von links: Erich Werner , als Meldereiter in Russland vermisst. Hermann Schwitzer , Kanonier, Küstenschutz in Norwegen. Gerhard Biermann , Infanterist in Russland gefallen.
Oberes Foto: Möglicherweise bei Beendorf im Lappwald um 1934. Wegen der hohen Arbeitslosigkeit hatte sich mein Vater zum Reichsarbeitsdienst gemeldet, um ein paar Pfennige zu verdienen, wie er mir mal gesagt hatte. Willi Meier auf dem Rad vierter vl.
Nach Erzählungen meines Vaters erfroren viele Zugpferde, besonders die verwundeten. Die Schmiede hatten auch große Mühe den verstörten Pferden die Hufe zu beschlagen. Es war dann wohl die Geburt meiner jüngsten Schwester Erika als 6. Kind, die mein Vater verhalf von der Front zurück in seine Heimatgarnison Hannover abkommandiert zu werden. Hitlers Befehl, bei der Geburt des 6. Kindes die Väter sofort von der Front abzuziehen, hat ihm wahrscheinlich das Leben gerettet. Für die Grimmige Kälte im russischen Winter fehlte unseren Soldaten die nötige Winterkleidung, so dass unzählige von ihnen schwere Erfrierungen, hauptsächlich an Händen und Füßen davon trugen.. Die Deutschen mit Strümpfen und Fußlappen in “Knobelbechern”, Lederstiefeln, und die Russen mit warmen Filzstiefeln an den Füßen für den Winterkrieg ausgerüstet.

Das Wetter

am 26. Februar 2021

Heute Morgen lagen die Temperaturen bei ca. +6° C.
Ringsherum war alles grün, nass und trüb.
Bis gegen 8 Uhr regnete es nicht unbedeutend
Wann der Regen in den Morgenstunden einsetzte ist ungewiss. Dann trocknete es immer mehr ab und ab den frühen Nachmittagsstunden kam die Sonne hervor. Die Temperaturen lagen um die 10°C. Der Wind war mäßig bis schwach unterwegs und kam aus westlicher Richtung Gegen 19 Uhr lag die Temperatur bei 7°C .
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Foto: Hemsdorf vor der Eiche, gegenüber Bäckerei Kunkel. . Posieren vor der Kamera: Die Hemsdorfer SA-Gruppe.
Schulfoto von 1922 Die Einquartierung Im Jahr 1940 … zum 2.Teil zum 2.Teil