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letzte Aktualisierung  28.  März  2019
Diese Seite wurde am 23.Juni 2018 erstellt!

Hemsdorf, Spätherbst

1944

zum Seitenanfang zum Seitenanfang Ein Dorfspaziergang

Aus

den

Erinnerungen

und

aufgeschrieben

von

Rudolf Werner.

Lebenserinnerung, Schilderungen aus dem Dorfgeschehen, erlebt von dem damaligen 13. jährigen Schuljungen Rudolf (Rudi) Werner.
D as Kriegsjahr 1944 habe ich bewußt dafür ausgewählt. Die Alliierten hatten die Grenzen des deutschen Reichsgebietes im Osten und im Westen überschritten. Es kamen aber noch keine der vielen Ostflüchtlinge in den Ort [Hemsdorf]. Wohl aber befanden sich bereits zahlreiche evakuierte und ausgebomte Familien aus den Städten Düren, Düsseldorf, Kleve, Hamburg und Magdeburg bei Hemsdorfer Familien im Quartier. Die Bombenangriffe auf Magdeburg waren die einzigen Geschehnisse welche wir vom Kriegsgeschehen mitbekamen. Da hörte man die Explosionen der Flugabwehrgranaten der Flak und nachts die geisterten die Strahlen der Scheinwerfer umher. Abgeschossen wurden einige der Bomber. Deutsche Jagdflieger sah man immer seltener und so flogen die Alliierten Bomberverbände nahezu unbehelligt hauptsächlich Richtung Berlin. Diese warfen Silberpapierstreifen ab um die Ortung der deutschen Radargeräte zu stören. Dieses nur zur Einführung.
Meine Schilderungen beginnen auf dem Ochtmersleber Bahnhof, als wäre ich gerade aus dem Zug gestiegen. An der „Sperre“ [des Bahnhofs] kontrollierte ein Beamter die Fahrkarten der Angereisten. Außer Wintertags gehen die Hemsdorfer Heimkehrer nun den Trampelfad am Stellwerk vorbei, [linksseits der Schienen in Richtung Wellen] über die Bahnbrücke , über Lippelt‘s Acker, dem kurzen Feldweg dem Dorf zu. [Bahnbrücke , war eine Ziegelsteinbrücke über die Gleise am Feldweg zwischen Ochtmersleben und Groß Rodensleben. Diese Brücke wurde in den 70iger Jahren gesprengt, weil die Durchfahrt für die Züge den moderner werdenden Eisenbahnverkehr nicht gewachsen war. Unter dem Titel „Für Hemsdorf das Tor zur Welt …“ wir dazu einiges zu erfahren sein.]
Ich wählte die Chaussestrasse Richtung Groß Rodensleben zu gehen. Bevor man die Bahngleise überquert liegt rechts die große Zichoriendarre, die sich zur Kampangne im November rüstet. Dahinter befindet sich die Sauerkrautpatsche ? In der Kurve vor dem Bahnübergang befindet sich das Gasthaus und die Kohlhandlung der Familie Hansen. Einige Jahre zuvor war das Kohlenlager in Brand geraten. Es gab einen Großbrand. Wir Jungen sind hingelaufen und haben zugesehen. Ehe man auf die gerade Rodensleber Chaussee kommt, geht rechts ein Feldweg nach Bornstedt hoch, über die mit Schranken gesicherten Bahngleise. Eine kleine Mauerwerks-Bude (Bude 10), war für den Schrankenwärter daneben. Ein Stück rechts hinter der Kurve , gehörten einige Morgen Land zur Hemsdorfer Abfindung.
Vor der Abbiegung zur Hemsdorfer Chaussee befindet sich die Stelle , an der Edmund Schwitzer unter seinen, mit Ziegelsteinen beladenen, Ackerwagen geraten war . Die Pferde zogen ihn zu tode . Ich habe gesehen wie sie seinen Leichnam auf einen Plattwagen liegend durch das Dorf zu seinem Anwesen gefahren haben.

Der Rüsterberg , oder Reusterbarsch

:

Beiderseits stehen Apfelbäume mit pflückreifen Äpfeln behangen. Der Magdeburger Obstpächter hat eine Holzbude für seine Tätigkeit aufgestellt . Die Straße hat links einen Fuß- und einen Fahrradweg , eine mit Kleinpflaster versehenen Fahrweg, und rechts davon einen ungepflasterten Fahrweg, den Sommerweg genannt . Beiderseits verlaufende Gräben mit Gras bewachsen, grenzen an das Ackerland .
Die Straße war ein Teil der alten Heerstraße , welche über Hemsdorf , als Magdeburger Weg bezeichnet , nach dorthin führte. [ Für diese Aussage habe ich bisher keine Informationen zur Bestätigung gefunden. Es ist Richtig, daß auch hier eine der sogenannten Alte Wege oder auch umgangssprachlich Heerstraßen genannt, entlang führten . Eher aber weiter westlich, nahe Dreileben und Ochtmersleben . Wenn, dann war es vermutlich eher eine „Nebenstrecke“, die sich als Heerstraße, umgangssprachlich verfestigt hat ] . Von der oberen Einbiegung aus war von der Ortschaft nichts zu sehen, denn die Häuser lagen versteckt in der Talmulde . Nur die Wipfel der zwei großen Rüstern [Ulmen] ragten hoch darüber . Von den Leuten der Nachbarorten wurde das spöttisch so benannt : „Hemsdorp undere Kiepe„. Nach der Helfte des Weges begann die Hemsdorfer Feldflur, s o wie sie 1771 von den Siedlern , nach Auflösung des Vorwerks der Königlichen Domäne Dreileben , übernommen wurde .
Linkerhand die Judith-Breite [Judithenbreite] , rechts der Dreispitze. Nun überquert der vom Rodensleber Holzberg , in Richtung Ochtmersleben kommende Feldweg die Straße [ von Rodensleben über den Mühlberg ] . Rechts zum Mühlberg hin, stehen links einige große Akazienbäume .
D e r M ü h l b e r g o b e r h a l b v o n H e m s d o r f
Wie der Hügel zu seinem Namen gekommen ist ? Als das Vorwerk Hemsdorf 1770 - 1771 von „Colonisten“ besiedelt wurde, wandte sich mein Groß Rodensleber Vorfahr, der Windmüllermeister J o a c h i m W e r n e r mit einer Bitte um eine Konzession zum Bau einer Windmühle nahe Hemsdorf , an den König. Zum Platz desselben schrieb er: Am Groß Rodensleber Weg auf einer Wuhne an dem der Weg zu beiden Seiten vorbei führt! (Kopie des Schreibens ist in meinen Besitz)
Um 1774 wurde die Windmühle gebaut und vom Pächter Johann Joachim Jacobs in Betrieb genommen. [ Anmerkung meinerseits: Nachweislich hatte die Mühle der Kolonist Herr Jacob Pfeiffer (als Pächter ?) nach seiner Ankuft in Hemsdorf betrieben. Aufgrund widriger Umstände verkaufte der Kolonist Jacob Pfeiffer die Mühle aus der Not heraus am 9. Mai 1780 für 540 Thaler an den Müller Johann Joachim Jacobs siehe dazu das Schreiben auf der Seite unter „Die Kolonisten“ an den König hier auf meiner Homepage]
Links am Feldweg nach Ochtmersleben zu, begann man mit den Erdarbeiten zum Bau einer Scheinwerferstellung. (auf dem Ackerstück des Landwirt Reinhold Spieß.) Über Feldmann‘s Ackerfläche hinweg sieht man das Gebäude der „Willen Zicke“ stehen. Das 4 Familienhaus gehört als Arbeiterhaus dem Gutsbesitzer Georg Raecke. In gut 10 m vor dem Ende der Chaussee beginnt der Grund der Gemeinde. Rechts und links stehen große Apfelbäume, welche mit allen anderen in der Hemsdorfer Feldflur befindlichen, für ein geringes Entgeld an bedürftige Familien [zum ernten] versteigert werden. Einen Baum der Sorte Ahlersleber hätte ich selbst für unsere Familie ersteigern wollen, bekam aber keinen Zuschlag. [ Gemeint ist wohl die alte Apfelsorte Adersleber Kalvill. ] Nun Gabelt sich die Chaussee in die zwei Dorfstraßen. Vor der Gabelung steht das Ortsschild Hemsdorf Kreis Wolmirstedt
Foto Dezember 2017 , 33 Bäume säumen noch die Chaussee bis Hemsdorf. Die meisten sind Kirschbäume, die Anfang 1960 ? gepflanzt wurden.
Rechts sieht man in den Bauerngarten der Feldmanns. Dahinter zur Scheune hin, nicht einzusehen die Quelle der Schrote. Rechts zum Acker hin liegt ein eingestürzter Gartenpavillon. Auch andere wohlhabende Bauern hatte solche in ihren Gärten stehen (Johannes Spieß, Horbach - Biermann) . In den guten Jahren nach dem gegen Frankreich gewonnennen Krieg 1871, bis zum Kriegsbeginn 1914 , war von den Erzählungen der älteren Leute her, ein recht geselliges Leben in Hemsdorf , mit Gartenfesten , festen des Gesangsvereins , des Schützenverein , der Feuerwehr u.a . Das gerade Stück Straße bis zur Hofeinfahrt von Hilda Küssner‘s Anwesen eignete sich gut für Laufwettbewerbe von uns Schulkindern . 60 Meter und 100 Meter sind wir gelaufen, wobei ich nur ein mittelmäßiger Läufer war.
Am Tag einer Sonnenfinsternis versammelte Lehrer Banse uns Schulkinder an den dort befindlichen Brunnen um das Schauspiel zu beobachten. Jedes Kind von uns hatte hirzu ein Stück Fensterglas mit Kerzenruß versehen. Unsere Augen nahmen davon keinen Schaden. Unter allen Kindern war nur eine Brillenträgerin, Edith Ruloff . Mit einer Mauer versehen , lag eingegrenzt von den großen Wirtschaftsgebäuden , der schöne Garten der Frau Küssner. Der mit dem neuen Giebel zur Straße hinstehende Stall, mit einer Eingangstür versehen, wurde Bummelärstall genannt . (Bummelär = Landstreicher). Das Strohlager darinnen diente den Fuhrleuten als Nachtlager. Herrmann Horbach, der Vater der Frau Küssner, hatte den Logiergasthof mit dem hinter dem Hof liegenden Tanzsaal 1891 erbaut. Es war die Wohlhabenste Familie im Ort. Der einzige Sohn ist im ersten Weltkrieg gefallen. Auch der Mann von Frau Küssner fiel im 1. Weltkrieg.
Der Mühlberg zu Hemsdorf
Nochmal zurückzukommen auf den „Bummelärstall“ . Einmal im Jahr kam ein Laierkastenmann in den Ort (Hemsdorf) . Robert mit den Laierkasten . Ich kann mich gut an ihn entsinnen . Dieser Robert bezog sein Nachtquartier darin. Nun zu der Beschreibung des Hauses und ihre Bewohner.

Hemsdorf

,

Bergstraße

1

,

um 1942

Von der Straße her ging man einige Stufen hoch in den Flur, der bis zum Hof durchging. In der linken unteren Wohnung lebte Frau [Hilda] Küssner mit ihrer Mutter Horbach . Rechts ging es in die Gaststube mit hinterliegendem Gesellschaftsraum und Küche . Der Gastwirt Franz Hanisch wohnte imTochter Christa im Haus . Der Sohn war Soldat . Oben in den Räumen wohnten 2 Offizierswitwen (aus Weltkrieg I.). Eine namens Schill . Sie waren als Ausgebomte durch Verbindung mit Frau Küssner einquartiert worden . Auf dem Hof standen die Wirtschaftsgebäude leer. Recht in einem befand sich für die Gäste der Gastwirtschaft ein Pissior . Vom Hof aus führte eine Steile Treppe bis hoch zum Saal im 1. Stock . Der Saal hatte eine kleine Bühne . Auf ihn wurden auch kleine Stücke aufgeführt . Nach dem Sieg über Frankreich 1940, wurde der Saal mit französischen Kriegsgefangenen belegt . Im Dorf erzählte man sich, das diese Frösche und Katzen verzehrten . (Was nur ein Gerücht war.) Frau Küssner hatte ein Auto besessen . Die Wehrmacht beschlagnahmte erst die Bereifung und später den Wagen . Als kleinere Kinder hat uns Frau Küssner in der „Kückengruppe“ betreut . Es gibt noch ein sehr schönes Foto von der Gruppe . In der Kneipe stand ein Lochbillard , welches mit Münzen bedient werden musste . Wir Kinder hatten von der Arbeit bei den Bauern Geld und Herr Hamisch erlaubte uns Billard zu spielen und Braus zu trinken .

Der Rüsterberg , oder Reusterbarsch

Das Haus der Spieß

wurde als Siedlerhaus 1771 von der aus Hangen-Weißheim eingewanderten reformierten Familie Spieß errichtet , und ist bis jetzt im Familenbesitz geblieben . Reinhold Spieß junj. ist Soldat und nahe Braunschweig als Ausbilder im Dienst . Die kleine Landwirtschaft führt der Vater zusammen mit Frau, Schwiegertochter und Enkelin . Der alte Spieß ist ein kluger, recht stattlicher Mann . Vor dem Stall befindet sich ein mit einem Lattenzaun umgebenes Grundstück . Im oberen Teil befindet sich ein in der Erde installierter Göpel . Er wird durch den Rundlauf mit einem Pferd angetrieben . Über eine unterirdisch verlaufende Welle, wird eine in der nebenstehenden Scheune stehende Dreschmaschine angetrieben . [ Von meinem Vater, Willi Meier, weiß ich, dass auch bei Hilda Küssner neben oder im Bummelärstall so ein Göpel vorhanden war .] (Die) Straße weiter links steht , hinter einer hohen Mauer , ein kleines Wohnhaus in dem die jungen 3 Spieß wohnen . Das Haus gehörte mit zum Grundstück des Müller und Bäckermeister Peter Werner . Daneben, mit dem Giebel zur Straße, dass Stallgebäude und über den Hof hinterliegend, das ehemalige Wohnhaus mit Backstube . Bewohnt ist es auf der linken Seite von Onkel Ewald Werner , Tante Ilse und den Kindern Irmtraud (10 Jahre), Ewald (7 Jahre), Eckard (5 Jahre) und Baby Marlies . Onkel Ewald ist Soldat an der Westfront .

Das Haus der Familie Ihle

Links neben der Einfahrt des Grope Anwesen, steht ein kleines Haus, Bewohner ist Gustav Ihle . Der ältere Mann gehörte , wie auch Albert Werner , zu den Anhängern des General Ludendorff und dessen religiös politischen Anschauungen . Es waren meistens Frontkämpfer im 1. Weltkrieg . Sie gehörten keiner Kirche an . Ihr Glaube war Gotteserkenntnis . Gustav Ihle arbeitete in Magdeburg und betätigte sich zur Zeit als Luftschutzwart . Er ging bei Dunkelheit durch den Ort und kontrollierte, ob alle Fenster richtig verdunkelt waren und kein Licht feindlichen Flugzeugen als Ziel diente . Sein einziger Sohn („Täwe“) Gustav war als Soldat gefallen . Das Ihlesche Anwesen grenzte an den Gang , den Fußweg der wie der Garten bis zum anderen Gang ( der von der Kirche [hinter der „großen Scheune“ ] bis zum Ende von [Jacobczak] Jacobschak‘s Saal ging .) Man ging auch direkt auf den Eingang von Tante Paula [Jacobczak] Jacobschak‘s Kaufladen zu, zu der dann eine Treppe herabführte . An den Gang grenzte das große Anwesen der Eheleute Harbke , mit den Giebel zur Straße . Herr Harbke war ein pensionierter Bahnbeamter . Die Frau eine herzensgute Christin . Eine gute Tat von ihr , an unsere in Not geratene Familie , vergesse ich nicht .
Alma und Gustav Ihle um 1950 (?) wahrscheinlich vor dem Garten der Frau Küssner
Foto: Burghard Pitschmann
[ Eckige Klammer bedeutet: Inhalte durch mich zusätzlich zur Erklärung eingefügt ]
Es kann 1937 gewesen sein. Mein Vater arbeitete nach der Arbeitslosigkeit bei dem Bauern Walter Jacobs . Der Jacobs war mit seinem Hof hochverschuldet und blieb schon mal meinen Vater und dem Otto Ruloff den Lohn schuldig . Unsere Familie litt Hunger . Da kam eines Abends Frau Harbke mit einen großen Korb voll mit Lebensmittel zu uns und hat uns geholfen . Im Hause war durch den Krieg bedingt , ihre Tochter Elli, verh . Weberling , mit ihrer Tochter Helga (Schulkind) und dem Kind Henning ? eingezogen . Der einzige Sohn Heinz war als Soldat gefallen . Vor dem Haus , zur Straße hin , stand ein recht tiefer Brunnen . Alle umliegende Nachbarn holten daraus ihr Trinkwasser . Beim hochkurbeln der gefüllten Eimer löste sich schon mal ein Gefäß aus dem Verschluß . Da lag der Emmer im Born . Mit einer langen Leine, an deren Ende ein Dreizink befestigt war , wurde damit nach dem Griff des Eimers geangelt, und dieser dann hochgezogen . Für meine Tante habe ich selbst auf diese Weise einen Eimer aus diesem Brunnen herausgezogen . Neben den Brunnen steht ein alter Akazienbaum .
Gegenüber, auf der linken Straßenseite, steht zur Straßenflucht verlaufend , ein eingeschossiges Wohnhaus . Es wird von den Eheleuten Kurt und Marie Denecke , und ihren Kindern Käte , Brunhilde , Krimhild und Kleinkind Mathilde ? bewohnt . Kurt und Marie arbeiten auf dem Gut Raecke . Marie eine gebürtige Polin , brachte ihre polnische Tochter Käte mit in die Ehe . Käte ist gelernte Schneiderin . Sie brachte Kriegsbeding ihre Lehrmeisterin Frl. Köbel aus Magdeburg zu Feldmanns ins Haus . Brunhilde im Frühjahr schulentlassen , Krimhild geht noch zur Schule . Das Haus hat früher dem Stellmachermeister Werner gehört .
Genau wie das angrenzende Haus der Familie Rudolf und Ella Ringel mit Tochter Gisela (13 Jahre alt) , Sohn Friedrich (Fritz) ist Soldat als Sattler im Heereszeugamt Hanover . Sohn Rudolf (Rudi) Panzerfahrer im Afrikacorps defallen . Bei der Überfahrt im Mittelmeer wurde der Transporter von einem englischen U Boot torpediert . Rudolf Ringel Sj. Stammte aus Dresden . Er fand Anfang der 20iger Jahre auf Gut Raecke als Buchhalter Arbeit . Tante Ella Ringel (jüngste Schwester meines Opa Werner) hielt die Schule sauber und versorgte die Heizung .

Das Haus, heute Bergstraße 8

In

der

Bergstraße

9

wohnten

damals:

Heute Bergstraße 12

Gegenüber auf der rechten Straßenseite befindet sich das Anwesen der Familie Goedecke . Karl Goedecke und Else Goedecke geb. Meier [die Schwester meines Vaters , Willi Meier, meine Tante] . Nach seiner Arbeit in Magdeburg machte er durch Verfüllung der Aschekuhle , das Gelände unterhalb des Friedhofs für einen eingezäunten Garten urbar. [Heute Kinderspielplatz]. Der älteste Sohn Wilfried , 12 Jahre alt . Von anderen Kindern ist mir nur ein Mädchen in erinnerung welches als Kleinkind in einen Kellerschacht ertrunken ist . Als Mieter wohnten mit im Haus , der Eisenbahner Fritz mit Frau und Tochter Edith (18 Jahre alt ?) . Wo Edith beschäftigt ist , weiß ich nicht . Es war ja vom Staat verordnete Verfügung für Schulentlassene Mädchen: Sie hatten ein Pflichtjahr , oft in einer Fremden Gegend , in der Landwirtschaft oder in einem Haushalt abzuleisten [Meine Mutter war zum Beispiel in Rogätz] . Edith Ruloffs Cousine Elfriede , war bei einem Bauern in der Nähe von Calförde im Pflichtjahr .

Zu

den

Häusern

in

der

heutigen

Bergstraße 10 und 11

An der linken Straßenseite führt ein Weg zu den 2 oben gelegenen Häuser . Das Haus links gehört dem Alfred Behrends , welcher gehbehindert war . Ob es von einer Verwundung aus dem ersten Weltkieg war , weiß ich nicht . Von Beruf Büchsenmacher und in den 20iger Jahren in Berlin tätig . Dort stammt auch seine Frau her . Alfreds Mutter eine geborene Werner , Schwester meines Urgroßvater . Alfred Behrends arbeitete in Magdeburg . im Sommer fuhr er nach Feierabend mit seinem Fahrrad zur hohen Welle und holte Futte für seine Haustiere . Die Behrends besaßen linkerhand des Feldweges einige Morgen Land . Der Sohn Georg ist als Soldat gefallen . Tochter Ruth arbeitet im Büro in der Stadt. (Wenn ich Stadt schreibe , dann ist damit natürlich Magdeburg gemeint . Wurde nach dem Arbeitsort gefragt , dann hieß es : der - die „fäuhrt nach Stadt“). Im Haus rechts gegenüber wohnte Frau Alma Plate mit ihren Kindern Frieda , welche schon außer Haus war , der taubstummen Tochter Elli, deren Alter ich nicht weiß . Der Sohn Otto ist in Stalingrad gefallen . Im Haus wohnte eine Elise Herzberg mit ihrem Kleinkind Karin ? Elise Herzberg im Rüstungsbetrieb Polte in Sudenburg beschäftigt , kam dort bei einem Luftangriff ums Leben .

Das Haus, heute Bergstraße 13 und 14

Das nachfolgende Haus auf der linken Staßenseite , ehemals von Fleischer Adolf Werner mit Familie bewohnt, wurde an Albert Werner um 1941 ? verkauft . Auf der linken Seite des Hauses befindet sich ein Laden der Fleischerei . Dem Adolf Werner hatte man den Laden geschlossen, nachdem er im Sommer aus einem Zinkbehältnis Gehacktes verkauft hatte , und davon einige Hemsdorfer eine schwere Fleischvergiftung bekamen . Er eröffnete danach in Ochtmersleben eine neue Fleischerei . Der Bruder Gustav [Werner] arbeitete bis Anfang 1940 als Schmied und Kraftfahrer (PKW , ) auf dem Gut Raecke . Mit seinen Kindern Arno , Hertha und Gustav (Sohne), bin ich zur Schule gegangen . Die Familie ist in das Heimatdorf seiner Frau nach Ziepel verzogen . Albert Werner mit Frau Marie geb. Fruht und den Kindern Lisa , Hanna , und Siegfried waren die Bewohner . Ob der spätere Miteigentümer Martin Zabel am Erwerb des Hauses mit beteiligt war , weiß ich nicht . Albert Werner arbeitete bei Polte als Rangierer . Tochter Lisa als Zahnarzthelferin in den Junkerswerken . Hanna Schulkind , 12 Jahre .
Foto: B. Pitschmann
Eine der großen Rüstern gegenüber dem Gasthof. Ansicht einer Postkarte um 1900. Blick über den Rüsterberg um 1970. Straßenverkehrsschild an der Hemsdorfer Kreuzung um 1974
Lisa Werner hatte nach ihrer Schulentlassung die Lehrausbildungsanstalt (LBA) in Paderborn zur Ausbildung als Lehrerin besucht . Kam aber dort nicht mit der Ausbildung zurecht und kam nach Hemsdorf zurück . Ich selbst habe meine Aufnahmeprüfung zur LBA in Haldensleben bestanden . Nach meiner Schulentlassung Frühjahr 1945 sollte meine Ausbildung zum Lehrer beginnen . Es sollte aber anders danach kommen .

Das

Arbeiterhaus

des

Bauern

Walter

Jacobs, heute Bergstraße 15 ,

Angrenzend an das Haus von Albert Werner befindet sich das Arbeiterhaus des Bauern Walter Jakobs . Dort in Vorsorge vor den Bombenangriffenauf Magdeburg , wohnte die evakuierte Familie Brinck, Mutter , Großmutter und drei Kinder . Mit Harry , dem ältesten der Kinder ging ich zur Schule und bin nach der Wende wieder mit ihm in Verbindung . Weitere Bewohner waren: Der Kriegsgefangene französische Offizier Marcel Lordt , die Russin Lydia und noch zwei andere russische Gefangene . Alle waren bei Walter Jacobs beschäftigt . Bis zum Sommer 1940 wohnten meine Eltern mit uns damals 5 Kindern in dem Haus . Als mein Vater als Schmied bei Raecke angestellt wurde , zogen wir in die von der Familie Rische geräumten Wohnung des Langen Hauses ein . Im gegenüberliegenden großen Wohnhaus der Jacobs wohnte die alte Mutter des Bauern Walter Jacobs mit Frau und die ca. 20 jährige ledige Tochter Elisabeth , sowie die aus Düsseldorf ausgebomte Familie Mandewirth , Eltern mit 2 schulentlassenen Söhnen . Der Jacobs war ein großer Hitleranhänger . Tochter Elisabeth , nach Besuch einer höheren Schule in Magdeburg in einer Hauswirtschaftslehre im Hause . Der Bauer Jacob achtete darauf , daß seine Felder ziemlich unkrautfrei gehalten waren . Der hatte unten an seinen Krückstock statt Spitze einen Mini-Spaten . Wenn er auf der Begehung seiner Felder eine Distel sah , dann stach er den damit aus . Sein Anwesen war durch die Inflation hochverschuldet , aber zur Sicherung des „Reichsnährstandes“ ging kein Bauer Pleite .

und Wohnhaus , heute Bergstraße 16

Die Schmiede, das Haus der

Familie Hermann Schlüter

Angrenzend an das Jacobssche Wohnhaus befindet sich die Schmiede und das Wohnhaus des Schmiedemeistr. Hermann Schlüter Sr. mit Familie , der Ehefrau , Sohn Hermann Jr. mit Frau und Kleinkind Hermann . Ob Tochter Lotte , verheiratete Hädicke ? , mit Ehemann und Kind als Flüchtlinge bereits mit im Haus waren, weiß ich nicht . Die Poststelle befand sich im Haus , und die „Schlütersche“ trug die Post aus . Das öffentliche Telefon gehörte mit zum Postbetrieb . Wir Kinder sahen gern zu , wenn der alte Schlüter die Pferde beschlug , oder wenn ein neues Wagenrad aufgezogen wurde . Dabei half dann aber der Sohn und schon mal mein Vater mit . Da gehörte schon eine Kunst zu den Eisenreifen glühend zu machen, und schnell auf das vom Stellmacher gefertigte Holzrad aufzubringen . Anschließend wurde es auf einem Gestell ? drehend durch eine mit Wasser gefüllte Grube abgekühlt , damit das erkaltete Eisen sich fest an das Holz presste . Als ein Blitz in die große Akazie neben dem Schulhaus , eingeschlagen hatte , und diese drohte sich zu spalten , brachte der alte Schlüter einen Eisenreifen um den oben gespaltenen Stamm an . Er hielt das Holz bis zum abholzen des Baumes zusammen . Als Posthalter mußten Schlüters auch gefangene tote Sperrlinge annehmen . Die Preußen wollten, die durch die Landplage der Spatzen angerichteten Schäden in der Korn- Landwirtschaft, etwas mildern, in dem sie für jeden toten Sperrling bei dessen Abgabe einen Pfennigbetrag auslobten . Wir Jungen nahmen die Nester aus, brachten die „Beute“ zum Schlüter und erhielten dafür unseren Entgelt . Die Schlüters hatten einen großen Hund, dem sie Spatzen zum Fraß hinwarfen . Einmal auf den Geschmack gekommen fraß er einmal alle auf den Hof befindliche Hühnerkücken auf . Der Sohn Herman Jr. arbeitete in der Stadt . Nach Rückkehr von der Arbeit bearbeitete er das mit Bäumen bewachsene und mit einer Mauer eingefriedete Gartengrundstück am Rodenslb.-Wellner Weg .
Angrenzend an „Schlüters Gaarn“ befanden sich noch die Hütungsabfindungen einiger Hemsdorfer Bürger aus der Seperation von 1852/53, von der Feldmark Gr. Rodensleben erhalten .

Das

bäuerliche

Gehöft

des

Johannes

Spieß

,

in der heutigen Bergstraße Nummer 18

Gegenüber der Schüters befindet sich das bäuerliche Gehöft des Johannes Spieß und seiner Ehefrau . Beide schon im hohen Alter. Von den Mitbewohnern weiß ich nichts mehr . Den Acker haben sie verpachtet . Den hinter dem Haus gelegenen Obst- und Gemüsegarten nutzen sie noch . Erich Meyenberg und ich pflückten als Schuljungen das Obst der Leute ab und brachten es zu Sammelstelle . Die alte Frau „Tanteken“ genannt , sortierte unten im Waschküchen Keller das Obst und Gemüse . Sie ermunterte uns genug davon zu essen . Das hörte sich etwa so an : „eet man düchtich, zuckerseute Plumen“. In ihrem Gartenpavillion htten Erich und ich unseren „Stützpunkt“ eingerichtet . Für uns „Besitzlose“ war alles ein freizeitliches Erlebnis . Zwischen Stallgebäude , zur Straße hin , lockte uns Kinder diese freie Fläche zum Spielen ein . Woanders jagte man uns fort . Da wurden zur Stallwand kleine Mulden gemacht und mit Ton- oder Glaskugeln „gekugelt“ . Die Mädchen markierten sich Felder auf der Erde und „hinkten“ darin herum , wobei sie als Schwierigkeitsgrad mit Scherben auf ein Fußspann hüpften . Und mit bunten Bällen spielten sie, wobei sie bis zu 4 ? runherum in die Luft warfen und fingen , oder andere hin und her an die Stallwand warfen . Die Geräusche waren dem alten Spieß einmal zu viel . Er kam mit einem Gewehr in der Hand vom Hof runter um uns zu verjagen . Er rief : „Ich scheite jüch doot“ . Von seiner Soldatenzeit her lagen auf dem Dachboden noch ein Säbel und ein Helm mit Federbusch . Auf dem Hof stand schräg geneigt ein großer Walnußbaum . Die Spieß - Sippe stammte von den 1771 eingewanderten Philipp Spieß aus Hangenweißheim ab .

Das

Wohnhaus

der

Familie

Meyer

,

heute

Bergstraße 19

Neben dem Durchfahrtstor zum Hof der Spieß , liegt das Wohnhaus von Onkel Friedrich Meier und Tante Emma geb. Werner . Der mit als Junggeselle im Haus gewohnte Bruder Ernst Meyer ist als Soldat von Partisanen auf dem Balkan erschossen worden . Onkel Friedrich der Oberrottenführer bei der Reichsbahn , kehrte psychisch krank vom Kriegseinsatz als Eisenbahner aus Rußland zurück nach Hemsdorf . Er ging nicht aus dem Haus und Tante Emma schirmte ihn vor allen Besuchen ab . Die Ehe ist Kinderlos . Oben im Wohnhaus lebten die in Magdeburg ausgebomten Eheleute Zemlin . Er war gewesener Schneidermeister

Teil 1

Die Häuser auf der heutigen Bergstraße

Umbau und Fassadenerneuerung um 1970 durch Familie Rodenbeck.

Das

Anwesen

des

Wilhelm

Schulze,

heute

Bergstraße 20

Angrenzend am Stallgebäude befindet sich das Anwesen des Wilhelm Schulze und seiner Frau Hedwig . Hedwig war Saisonarbeiterin aus Polen? bei Raecke gewesen . Mit im Haus wohnte der Sohn Richard und Kleinkind Rosemarie , sowie ein aus Düren evakuiertes Frl. Dahm ? Richard befand sich als Soldat im Panzerausbesserungswerk Königsborn . Vater Wilhelm arbeitete als Kraftfahrer (LKW) bei Mercedes in der Stadt . Sein Bruder Otto war in dem Betieb KFZ-Meister, wohnte aber in Olvenstedt .
Zwischen Schulzens , und dem weiter oben gelegenen Haus der Meyenbergs und Ruloffs , liegt das Gartengrundstück der Spieß . Der vorbeiführende Feldweg geht gerade aus bis zum Lippeltschen Acker , ein Trampelfad dann weiter zur Bahnbrücke . Links vom Feldweg haben Schlüters , Meyenbergs , Harbkes und Kunkels ihre Ackerstücke , rechts davon der große Acker von Raecke . Zusammen die frühere Große Schäferbreite . Rechts ab führt der Feldweg zu „Itschenpaul“, Ützen Pfuhl auf Hochdeutsch. Jentsche = Frosch auf Platt. Bevor das Gelände, über einen Graben in Richtung Ochtmersleben hin abdrainiert wurde, befand sich scheinbar dort ein Froschteich.
Nun zu den am höchsten gelegenen Gebäuden , dem Wohnhaus als Doppelhaus getrennt, und dem Stallgebäude. Im vorderen Teil des Hauses wohnte der Eisenbahner Wilhelm ? Ruloff mit seiner Frau, sowie die Schwester der Frau, Schulkameradin Edith Valdiek. Im anderen Teil des Hauses Anna Meyenberg mit Sohn Rudolf (Rudi). Rudi Soldat als Panzergrenadier bei der Waffen SS. Ob der ältere Sohn Ernst noch im Haus lebte, weiß ich nicht. Er war als Soldat beim Bodenpersonal der Luftwaffe .
N

Das

nördlichste

Anwesen

in

Hemsdorf,

heute die Bergstraße 21

Vom nördlichen Ende des Ortes, nun weiter zurück zur Mitte. Neben Schlüters grenzt das Haus von Onkel Heinrich Schwitzer, hat aber den Zugang vom Gang an der Kirche her. Komme darauf zurück. Neben Schwitzers befindet sich das Anwesen, als Eckhaus, von Wilhelm Werner.

Das

Haus

von

Onkel

Heinrich

Schwitzer,

heute

ist das die Bergstraße 23 ,

in

der

heutigen

Bergstraße

22

wohte

Familie

Wilhelm

und

Frieda

Werner

I m Haus leben Onkel Wilhelm mit Ehefrau Frieda und dem Kleinkind Hildegard. Tochter Ilse, im Frühjahr schulentlassen, im Haushalt in Eilsleben beschäftigt. Sohn Heinz, als Soldat an der „Heimatfront“ im Osten verwundet befindet sich in einem Lazerett. Onkel Wilhelm, Cousin meines Großvater´s, war der Älteste von noch 4 Brüdern und zwei Schwestern. Von Beruf war er Kellner in der Stadt. Vom Gang her, gelangt man über den Hof in das eingeschossige Wohnhaus von Onkel Heinrich Schwitzer und Ehefrau Tante Dora und der 14jährigen Tochter Elsa. Der Sohn Heinrich (Heini) Soldat bei der Waffen SS. Mit im Haus lebte eine Freundin aus Berlin, welche dort ausgebomt war. Ihre zwei Söhne Soldaten. Von einem ihrer Jungen erhielt sie im Haus die Nachricht, daß er gefallen ist. Onkel Heinrich kam als Eisenbahner mit Erfrierungen an den Füßen aus seinem Kriegseinsatz aus Russland heim. Ihm wurden Zehen amputiert.

Das

Haus

der

Eheleute

Hartmann

,

würde

sich

heute in der Bergstraße 24 befinden!

[ Das Haus selbst existiert nicht mehr. Das Grundstück gehört jetzt zur Bergstraße 25]
Versteckt im Winkel am Gang befindet sich das Anwesen der Eheleute Hartmann, beide im Rentenalter . Gustav ? Hartmann war selbständiger Schreiner . Er hatte von der Gemeinde den Posten als Nachtwächter übernommen . Mit seinem Schäferhund ging er nach Mitternacht durch das Dorf und sah nach, ob es nirgends brannte . Alle Haushalte hatten Kohleheizung und Koksgruden , Petroleumlampen und Talglichter in den Gehöften benutzt . Die „Mutti“ Hartmann , wie sie nur genannt wurde , war eine gutherzige Frau . Für die Gemeinde Rief sie unter Gebimmel , mit einer Handglocke (Bimmel) Nachrichten aus . Das hieß dann so : „Mutti Hartmann hat watt utte bimmelt“ . Am Schwarzen Brett , welches an Strumpfts Scheune , neben Vogts Haustor hängt [jetzt Schrotestraße] , heftete sie die amtlichen Bekanntmachungen an, und versah das Amt der Totenfrau . Für einen französischen Kriegsgefangenen , welcher in Bornstedt bei einem Bäcker arbeitete , wusch sie die Wäsche . Ihr Sohn Wilhelm Ölker , der Flugzeugführer bei der Luftwaffe war , donnerte mal als Begrüßung mit seiner Heinkel HE111 über den Ort und über uns Kinder , die wir am Rübenverziehen auf dem Scheibenberg waren im Tiefflug hinweg .
Text und Fotos von Rudolf Werner
Am oberen Gang , auf dem „K a n t e r b e r g“ steht zuerst das Spritzenhaus mit den Gerätschaften der Feuerwehr (Es gab noch keine Motorspritze) . Mit daneben der Stall der Familie Meyenberg und dem Rentner Denecke . Vom Spritzenhaus bis an Hartmanns Werkstatthaus , war ein kleiner mit einer Mauer eingefriederter Garten . Ab dem Durchgang zum kleinen Hof steht das Gemeindehaus . Früher stand an der Stelle die erste um 1777 gebaute Schule mit Betstube , der Lehrerwohnung und dem Viehstall des Lehrers (siehe Bauzeichnung dazu) . Vom Eingang geradeaus die Küche , die 2 Stuben links, und die im Dachgeschoß wurden von der Familie Meyenberg bewohnt .
,

Das

Hemsdorfer

Gemeindehaus

,

heute Bergstraße 25

Die Eheleute Hermann und Anna , mit ihren Kindern Jutta , Erich und Siegmar . Hermann Meyenberg war bei der Reichsbahn als Streckenläufer auf dem Bahnhof Ochtmersleben tätig . Auf seiner Strecke bis Bahnhof Wellen und zurück kontrollierte er , ob am Gleiskörper Schienen und Schwellen in Ordnung waren . Hermann Meyenberg war ein Eigenbrödler , der sich an keinen Veranstaltungen , Umzüge oder Gesangs- und Schützenverein betätigte . Als Atheist war er Kirchenfeindlich , was er auch seinen Jungen übertrug . Da Erich und Sigmar meine Spielkameraden waren, und ich bei denen verkehrte , hörte ich seine äußerungen zur Religion , das wär Opium für das Volk . Klug war er und vor allem über das Universum , den Sternen und der Natur hat er uns Kindern, besser als ein Lehrer, vorgetragen . Er war kein Nazi , eher Kommunist (was er nicht sein durfte) . Musikalisch war er , und spielte Schifferklavier (Treckedings auf Platt) . An Sommerabenden spielte er vom Steintritt aus , und die jungen Fräuleins aus Hemsdorf tanzten davor . Junge Burschen gab es keine , die waren gefallen oder bei der Wehrmacht im Einsatz . Seine Frau Anna war Saisonarbeiterin aus Polen , bei Raecke gewesen . Dort arbeitete sie weiter in der „Koppel“ , wie die Gruppe Frauen in der Feldarbeit genannt wurde . Anna Meyenberg war eine einfache freundliche Frau . Tochter Jutta 17 jährig ? fuhr zur Stadt . Was sie Arbeitete weiß ich nicht . Erich , Schlosserlehrling in der Stadt . Sigmar , mit mir (und Gisela Ringel) gleichaltrig , aber auch ein Eigenbrödler . Rechts im Haus wohnte der alte Mann Gustav Denecke , recht verlassen von seinen Angehörigen . Für uns Kinder war er der „Prauster“ Denecken . In den 20er Jahren verbüßte er und mein Großvater Gottlieb Büttner wegen Diebstahl eine Gefängnisstrafe . Auf dem Abstellgleis des Bahnhof Ochtmersleben standen Güterwagen . Einige mit Schafwolle , andere mit Zucker beladen . Die Zwei klauten jeder einen Ballen Schafwolle und Portionen Zucker . Dann brachten sie die Beute querfeldein nach Hemsdorf in ihre Wohnung . Das mußte wohl beobachtet worden sein . Weil sie unterwegs Wolle verloren, kam die Polizei ihnen schnell auf die Schliche . Im Gerichtsverfahren bekamen sie eine Gefängnisstrafe . Mein Großvater begab sich in die Strafanstalt . Gustav Denecke ließ mitteilen , daß er gehunfähig sei . Zwei Polizisten aus der Dreileber Station kamen mit einem Handwagen ihn abzuholen . Mittlerweile muß es bei der Rückfahrt dunkel geworden sein . Jedenfalls griff sitzend im Handwagen der Denecke in die Speichen, so daß die Polizisten schwer zu ziehen hatten . Die Schilderung entspricht der Wahrheit . Es war Dorfgespräch, und meine Mutter und Großmutter schämten sich dafür , daß der Opa geklaut hatte und im Gefängnis saß .

Die Hemsdorfer Kirche

Nun zur Hemsdorfer Kirche . Errichtet 1876 auf dem Gräberfeld des ersten Friedhofs . Abgrenzend zum Gang und der unteren Straße , mit einer ca. 1,50 m hohen verputzten Mauer . Zwischen Mauer und Kirchenbau eine verwilderte mit Büschen bewachsen Fläche . Über eine Lücke in der Mauer kletterten wir Kinder hinein und spielten Verstecken . Die Rautengläser der Fenster waren von einigen der gottlosen „Großen“ eingeworfen , oder gezielt mit dem Kleinkaliber- Gewehr zerschossen worden . Es verwehrte ihnen niemand und eine Anzeige wurde auch nicht gemacht . Ein Blitz schlug in das Kreuz oberhalb der Glocke ein , durchfuhr den Seilschacht und trat aus de hölzernen Kirchentür heraus . Zum Glück ein kalter Schlag . Zum Gottesdienst gingen nur wenige Leute . Zu Beerdigungen , Taufen und Konfirmationen aus Tradition .
I ch selbst nahm nicht am Konfirmationsunterricht in Rodensleben teil . Mein Vater , seit 1949 im Krieg , hatte es mir bei einem Fronturlaub freigestellt teilzunehmen . Bei uns , in unserer Wohnung , hat sich kein Pfarrer verirrt , obwohl meine Großmutter Büttner eine recht gläubige Frau ist . Vom Gang über die Straße , zur „Trift“ runter links , liegt der Friedhof . Die Grabstätten sind gut gepflegt , nur auf der linken oberen Seite wächst um die Gruften , der dort liegenden Grasemanns , Gestrüpp . Wir Jungen sind , so als Mutprobe schon mal in eine Gruft reingekrochen . Vor einigen Jahren hatten die Raeckes einen [Findling] , mit einer Rune (4 Ahnen) [und den Namen „Raecke“ ] , auf ihren Liegeplatz als Denkmal hingestellt . Beerdigt wurde nur mit Sarg . Die Gruben wurden von Hand ausgeschachtet . Die Toten , meist zu Hause im Hausflur oder der Waschküsche , dem Stall aufgebahrt . Die Trauernden , Verwandten oder Freunde konnten am offenen Sarg Abschied nehmen . Zur Beerdigung ging der Trauerzug der Straße entlang zum Friedhof . Auf Handzeichen zur Kirche hin , wurden die Glocken geläutet . Auf der Fläsche ohne Grabstellen wuchs schöner Klee und Gras . Otto Memel Sr. mähte das als Futter für die Ziegen ab . Er hielt den Gemeindeziegenbock , und durfte auch die Gemeindewiese am Fischteich für Futter mähen . Das Gelände oberhalb des Friedhofs , bis hinunter zum Feldweg nachdem Scheibenberg , hatte der Bauer Braumann als Plantage mit Sauerkirchen Bäumen bepflanzt . An der ehemaligen Aschenkuhle vorbei , befinden sich rechts noch zwei Gehöfte . Während in dem ertsen Haus der Malermeister Pietschmann [Pitschmann] mit seiner Frau Anna ? geb. Jung wohnt , wohnen im letzten Haus die Witwe Elsbeth Schwitzer , mit den Kindern Edmond (8 Jahre) und Irene (6 Jahre ?) .

Die

Wege

in

und

über

den

Scheibenberg

Vom Ende der Dorfstraße führt (ein) der Feldweg weiter über den Scheibenberg , über den Bahnübergang nach Wellen . Bahnbude 9 war mit einem Schrankenwärter besetzt , welcher die Schranken bediente .
Den Namen Scheibenberg, , hat ein kluger Mann , aus dem im 18. Jahrhundert gebrauchten Bezeichnung der „Schiefe Berg“ , auf Platt der „Scheife Barsch“ , umgedichtet . Im Kämmeratlas des königlichen Vorwerks „Hemstorff“ von 1722 steht unter der Nr 6 : Der Schefe Berg . Kurz vor der Bude 9 kommt man rechts auf dem nach Domersleben führenden Feldweg , welcher direkt hinter der Schrote nach Groß Rodensleben abbiegt . Links neben der Brücke über die Schrote steht eine große Pappel als Grenzmarkierung der Feldmark Wellen - Hemsdorf . In der oberen Abbiegung [ Höhe Bude 9] steht ein aus rotem Sandstein bestehender Wegweiser [-stein] . Mit Richtungspfeilen und Namen der Orte eingemeißelt . Am Uhlenhoch , der Abbiegung nach Ochtmersleben steht ein ebensolcher Wegweiser . Der Feldweg [am Dorfende von Hemsdorf in Richtung Fischteich] welcher vom obigen gleich hinter dem Dorf rechts abbiegt , führt bis zum Ende der Hemsdorfer Feldflur auf der oberen Hohen Welle [Anhöhe Richtung Kl. Rodensleben] . Rechts und links bis zum Schrotegraben sind kleine Ackerstücke . Dann folgen links Raeckes Pferdekoppel , die Gekmeidewiese , die bis an den kleinen Quellgraben geht , Röthekabel genannt . Die Wiese , und der auf dem Jacobsschen angrenzenden Grundstück künstlich angelegte durch einen Erdwall von der vorbeifließenden Schrote abgetrennte Fischteich , diente auch dem Röthen des Flachses (Rötheplatz und Rötheteich) . Anschließend liegt der große , mit Baumbestand eingefriedete Garten von Onkel Lorenz und Paula Jacobschak [Jakobczak] . „Lorenz Gaarn“ (Garten) . Dann folgen Wiesen und ein kleines Ackerstück , dem Schulacker . Von einem , zu den unteren Wiesen führenden Fußpfad getrennt , beginnt das große Ackerstück des Bauern Jacobs . Dieses geht runter bis zum Rodensleber Weg . Der Weg führt bis zu Hohen Welle weiter . .
Als Mieter Otto Ruloff (Schauster) mit Ehefrau Martha . (Es gab 2 mit Namen Otto Ruloff in Hemsdorf . Obiger wurde nur „Otto Schauster“ genannt , nach seinen Beruf als Schuster). Nun ersteinmal zu dem Haus der Familie Pitschmann . Erbaut wurde es 1772 - 1773 vom Siedler Johann Poth, dem Erbpächter. Nach dem Tod von Lehrer Pohl 1802 , verkaufte Poth sein Erbgut am 20. Oktober 1803 an Heinrich Christian Schönfeld und übernahm die Stelle als Lehrer bis zu Jahr 1816 . Nachtrag zum Anwesen des Johannes Poth . Aus der Grundakte (5C ?) von Groß Rodensleben (Nr. 34 ?) . Johannes Poth hat sein Teil von den 20 Familien aufgeteilten Königlichen Vorwerk Hemsdorf in Erbpacht erhalten und die nötigen Gebäude erbaut . Erbverschreibung 19. März 1774 . Heinrich Christian Schönfeld hat solches Gut von Johann Poth für 2015 rtl- (Reichstaler) erkauft . 20. Oktober 1803 . Nachdem der Lehrer Pohl 1802 an Scharlach verstarb , hat nach dem Verkauf seines Erbgutes , der Johann Poth die Lehrerstelle übernommen , und bis zum Jahre 1816 innegehabt . Obiges konnte ich nur aus meinen Notizen , die die Eigentumsverhältnisse 1798 meines Vorfahren Joachim Friedrich Werner betrafen , herausschreiben . Gummersbach , Juni 2015 , Rudolf Werner
Martin Pitschmann war selbständiger Malermeister und übte sein Handwerk mit in den umliegenden Ortschaften aus . Er hatte in das Haus Jung eingeheiratet . Sein Schwiegervater war ein Nachkomme des 1771 aus Rodau bei Zwingenberg eingewanderten Daniel Jung . Seine Frau Anna Alma, geb. Jung ist eine liebe freundliche Frau . Sie wird von uns mit „Oma Pitschmann“ angeredet . Von den / Kindernn der Eheleute , sind die 4 Jungen Soldat . Gusttav , Oberfeldwebel , er verlor im Nahkampf ein Auge . Albert, Kradmelder , Rudolf (Rudi) , Gebirgspionier Unteroffizier , Gerhard , Infanterist . Die älteste Tochter Elisabeth (Lieschen) ist mit dem Bruder meines Vaters , Friedrich (Onkel Fritz) verheiratet . Wir Schulkinder durften unsere Bastelarbeiten zu Weihnachten bei Meister Pitschmann anm alen . Die Farbe dazu gab er uns . Eltern und Kinder haben ein recht gutes Miteinander als Großfamilie . Als im unteren Dorf gelegen , haben die 2 Familien einen recht tiefen Brunnen neben dem Haus . Die Gebäude der Schwitzers sind in Ziegelmauerwerk gehalten . Der Eingang ist einmal von der Trift aus , wo gegenüber ein kleines Gärtchen ist , der Haupteingang aber , wie auch bei den Pitschmanns von der Dorfstraße [Schrotestraße] . An der untersten Stelle der Gebäude steht der „Turm“ wie das Transformatorenhaus genannt wird .
Straßenschild um 1974
Auf dem Rüsterberg um 1970. Marianne Memel betreut ihre Gänse. Im Hintergrund die Scheune der Familie Spieß und das Wohnhaus
Das Wohnhaus der Familie Grope 2017
Foto um 1970, Familie Rodenbeck mit Baumaßnahmen
Erna Meier, geb. Nich, meine Schwägerin, beim Wäscheaufhängen. Das Haus der Familie Schlüter vor dem Neubau. Beitrag      noch in Arbeit wird mit Teil 2 fortgesetzt Aufnahme von 2017 zum Seitenanfang zum Seitenanfang zum Seitenanfang zum Seitenanfang zum Seitenanfang zum Seitenanfang zum Seitenanfang zum Seitenanfang
Fotos: 2017
Teil der "Sauerkrautpatsche"
Logiergasthof „Zum Schwarzen Adler“, der Familie Herrmann Horbach.
Links im Bild der Logiergasthof, rechts eine der Rüstern, (Ulmen), die den „Berg“ wohl seinen Namen gaben. Dahinter das Wohnhaus de Familie Spieß. Gegenüber das Wohnhaus der Familie Otto Ruloff. Foto: Alte Postkarte.

Das Haus der Familie Grope

Rechts der Straße gegenüber befindet sich das bäuerliche Anwesen der Gropes . Im Haus befinden sich die Eheleute Albert Sj. und Anna . Die Schwiegertochter Ilse mit den Kleinkindern Ingrid ? und Lutz . Der Vater Albert Jr. ist im Krieg gefallen . Anna Grope ist die Schwester meines Großvaters Werner . Deren Bruder Wilhelm Werner mit Frau und Tochter , verheiratete Reich , sowie deren zwei Töchter (Schulkinder) sind , nachdem sie in Hamburg ausgebomt worden sind . Eine verwandschaftliche Begebenheit mit Tante Grope möchte ich erzählen. Wir Kinder redeten die Besitzenden im Dorf mit mit Herr oder Frau an , auch einige wenige, wie die Lehrerfamilie, die Schneidermeisterin. Zu allen Anderen sagten wir Onkel und Tante , obwohl wir mit den wenigsten verwandt waren . Nun meine Erzählung: Meine Mutter schickte mich zu Gropes um etwas abzugeben. Die Gropsche kam und ich sagte artig „Guten Tag Frau Grope“. Dalegte diese erbost los: „Ich bin nicht die Frau Grope , ich bin diene Tante Anna“! Man hatte ja uns Kinder nicht über alle Verwandten informiert. ( Anna Grope, Schwester von Opa Werner) [?? Opa Werner als Vor- oder Familienname ?? , wer soll da noch durchblicken ?] Nun weiter mit den Häusern und deren Bewohnern.

Das Anwesen der Familie Harbke

Herr Harbke war ein pensionierter Bahnbeamter . Die Frau eine herzensgute Christin . Eine gute Tat von ihr , an unsere in Not geratene Familie , vergesse ich nicht .
Links hinten im Bild ist das Anwesen der Familie Wilhelm Schulze zu sehen. Damals wie huete ist ein kleiner Garten vor dem Haus. Hier noch mit Lattenzaun.
Foto um 1970 (?). Förderverein Hemsdorf
Haus und Hof der Familie Harbke. Die Initialen am Giebel lassen den Bauherren und das Jahr erkennen
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Aufnahme von  2017 Text und Fotos von Rudof Werner
Foto: Rudi Werner
Beide Fotos nach der Musterung für den 2. WK 1940. Mit Parademarsch auf der Hemsdorfer Chaussee. Oben Hermann Schwitzer und Albert Pitschmann . Unten: Erich Werner -in Rußland vermißt, Herman Schwitzer - Küstenschutz in Norwegen, Gerhard Biermann -Infanterist, in Rußland gefallen.
Wetter im Juni und Juli 2018
Hemsdorfs Wahrzeichen die 2 Rüstern (Ulmen) sind vom Alter her vor Hemsdorfs Zerstörung 1550-1551 gepflanzt worden. Als der Herzog von Mecklenburg vergeblich versucht hatte , die Burg in Wanzleben zu erstürmen , zog er mit seinem Heer bis vor Druxberge, wo er sein Lager aufschlug . Auf den Durchmarsch sind viele kleine Ortschaften ausgeplündert und gebrandschatzt worden . Einseitig zwischen den Rüstern verlief ein Fahrweg . Da es zur damaligen Zeit noch keine obere Straße gab (Bergstraße) , wird an der Stelle ein größeres Anwesen gestanden haben , und die Abfahrt zur Schrotestraße hin gewesen sein . Die kleine Erhebung des Rüsterbergs war zusammen mit dem Kanterberg , das Paradis zum Schlittenfahren. Im Sommer kam schonmal ein Schausteller mit einem Kaspertheater nach Hemsdorf . Er stellte seine Bude unter der ersten Rüster auf. Bänke wurden von Küssners Saal geholt und davor aufgestellt . Für die kleinen naiven Dorfkinder waren die Vorführungen, (kriegsbedingt bis 1942) ein großes Ereignis . Wir größeren Jungen schafften es als Mutprobe , bis zur Mitte der Bäume hochzuklettern, dann gab es keine kleineren Zweige zum festhalten mehr . Wie angelehnt sieht neben dem Gasthof das kleinere Haus der Familie Otto Ruloff aus . Es ist das 1771 von Daniel Jung erbaute Siedlerhaus . Otto Ruloff arbeitete als Knecht bei Walter Jacobs . Zur Familie gehören seine Ehefrau , die Kinder Waltraud (in Magdeburg als Kranzbinderin ? tätig), Elfriede und Kleinkind Helmut . Gegenüber, rechts der Straße befindet sich das Wohnhaus , Scheune und Stallgebäude der Familie Spieß senj. Mitihaber Reinhold Spieß jun. Obige wohnen wegen geringen Platz im Elternhaus, schräg gegenüber . Die Beschreibung erfolgt später.