Besucher
Diese Seite wurde am 25. Februar 2018 erstellt!
letzte Aktualisierung   06. Mai  2020
zum Seitenanfang zum Seitenanfang Gründungsjahre der Nachbardörfer: Domersleben 1056 Wanzleben Klein Rodensleben 888 als  Rodensleva Groß Rodensleben 888 Bergen 1093 Ochtmersleben 1408 Drackenstedt 973 als Drikkestedi Dreileben 966 als Drogonleuo (?) Wellen 1137 als Remkersleben 945  Quelle: Wikipedia
zum Seitenanfang zum Seitenanfang zum Seitenanfang zum Seitenanfang Bevor es weitergeht, gibt der nachfolgende und nebenstehende Beitrag einen kleinen Einblick wie die Rollenverteilung und das Leben der Bauern zu dieser Zeit  war und damit auch in Hemsdorf gewesen sein könnte.

Hemsdorf im 14. Jahrhundert

Freibauern oder Herrenhöfe?

1363 heißt es in der Landfriedensurkunde, dass 3 Freihöfe aus Hemsdorf zum Wehrdienst verpflichtet wurden … „Hemerichsdorff, Mutwille, Hoppe, Herrmanns Kinder von Hemeriksdorf1). „Beachtenswert ist, dass aus Hemsdorf nur 3 Frei= oder Herrenhöfe zum Dienst verpflichtet wurden und kein Bauer“. „Somit war der Ort damals keine eigentliche Bauerngemeinde, sondern ein Komplex von Großgrundbesitzern mit Arbeiterfamilien“ 1 ).
Aus der Hemsdorfer Geschichte Seite 5

Hemsdorf - Dorf oder Siedlung ?

Ausschnitt aus "Bauerntanz" von Pieter Brueghel d. Ä. (1525-1569)
h t t p : / / w w w . s c h u l e - b w . d e / f a e c h e r - u n d - s c h u l a r t e n / g e s e l l s c h a f t s w i s s e n s c h a f t l i c h e - u n d - p h i l o s o p h i s c h e - f a e c h e r / l a n d e s k u n d e - l a n d e s g e s c h i c h t e / m o d u l e / b p _ 2 0 1 6 / e u r o p a _ i m _ m i t t e l a l t e r / g r u n d h e r r s c h a f t - d o r f - b a u e r n / d i e - 1 2 - a r t i k e l - d e r - bauernschaft/album/b2.jpg

1271 wurde Hemsdorf erstmals urkundlich

erwähnt.

Dem Kloster Meyendorf wurde eine Hufe (ca. 12 Hektar, gleich 12.000 m²) und eine Hofstelle in Hemekesdorp durch Heinrich und Arnold von Ammendorf geschenkt wird muss dieses „Dorf“ , dieser „Hof“ , diese „Stelle“ , schon existiert haben. Wie viele Hofstellen wird es damals wohl in Hemekesdorp gegeben haben?
Eine Hofstelle mit einer Hufe , was umgerechnet ca. 12 Hektar oder 12.000 m 2 entspricht. Es wird die Siedlungsstelle eines Bauern mit seiner Familie gewesen sein. War dieser Siedler ein freier oder war er schon ein Halbfreier oder gar ein Unfreier Bauer? Wer waren seine Nachbarn? Damit meine ich nicht die Siedler in Rodensleben , Dreileben oder Drackenstedt, sonder andere „Hemsdorfer“.
mit
Gehörte der Hof dem ehemaligen Hemeke, der seine Siedlung so genannt hatte, oder war es schon ein Siedler der auf Acker und Hof eines der Nachfahren von dem Sachsen oder gar Langobarden wirtschaftete, der hier einst seinen Ochsenkarren zum stehen brachte und diese Stelle von ihm und den Anderen fortan H e m e k e s d o r p e genannt wurde ?
Eine Hufe ist ein ganzes Stück Land wenn man es beackern muss. Sicherlich war es aufgeteilt in Wiesen, Baumanpflanzungen und Acker. In einem Landwirtschaftlichen Buch hatte ich gelesen, daß für die Selbstversorgung einer Hofstelle 5 Hektar veranschlagt wurden. Also für die Erzeugung von Nahrungs- und Futtermittel und den Verkauf und Tausch von Fleisch, Milch, Leinen, Obst und Gemüse u.a. Im Zuge der Bodenreform nach 1945 umfasste die Größe der zugeteilten Flächen für die Neubauern um die 6 Hektar.
Seit einer mutmaßlichen Erwähnung um das Jahr 814 sind bereits 457 Jahre vergangen. Die Nachfahren unseres Langobarden, nennen wir ihn ruhig Hemeke, würden bereits in 16. Generation leben. Hemekesdorpe war zu Beginn nichts anderes als eine Fleckchen irgendwo in der Gemarkung des jetzigen Hemsdorf. An diesem Platz ließ sich eine Familie nieder, baute eine Unterkunft aus den vorhandenen Gehölzen mit Stall für die Tiere, vermutlich einen Ochsen oder Kuh , Ziegen, Schweine , Hühner und Schafe vielleicht. Wenn es passte möglicherweise auch ein oder zwei Pferde. Ich möchte diesen Siedler nicht so üppig ausstatten, denn alles musste auch versorgt werden, die Familie und die Tiere, auch über den Winter.
Es kann sich hier möglicherweise noch um einen Freien Bauern gehandelt haben, der jedoch bei den Gebrüdern Heinrich und Arnold von Ammendorf zu Lehen arbeiten musste. Der Acker gehörte dann dem Enkel unseres Hemeke wahrlich schon nicht mehr. Der Zins geht also um das Jahr 1271 an das z Kloster Meyendorf.
Halbfreie Bauern Meist waren es vormals Freibauern, die wie schon beschrieben, meist unverschuldet in eine Zwangslage gekommen sind. Sie waren zwar als Person frei, aber für das zu bearbeitende Land mussten sie den entsprechenden Zins entrichten. Die Möglichkeit zu Frondiensten für den Grundherrn bestand. Als ehemals zu dem Land gehörend, wurden sie auch Hörige genannt 2 ).
Bild rechts: Die Collage zeigt eine mögliche Siedlerstelle wie sie im 11. Jahrhundert im am Fischteich gelegen haben könnte. Das heutige Hemsdorf liegt hinter der Baumgruppe der Scheibenberg rechts. Pferde weiden rechts die Hütten und Ställe der Familie befinden sich links der Schrote. Die Schrote ist hier noch ein offener Graben mit sauberen Wasser von der Schrotequelle und dem Fischteich kommend weiter in Richtung Steinbruch fließt. Den Steinbruch gab es zur damaligen Zeit noch nicht. Der Siedlungsort an dieser Stelle ist durchaus denkbar. Sauberes Wasser aus dem Bach der Schrote für Mensch und Tier, die geschützte Lage im Tal des Scheibenbergs und Holz von den Bäumen im dem Sumpf des Fischteichs. Dazu der fruchtbare Bördeboden.
Sicherlich siedelten in der Nähe der Siedlung des Hemeke auch noch andere Familien. Doch diese Siedlungen haben sich namentlich nicht überliefert. Dörfer wie wir sie uns heute vorstellen waren damals eher selten. Vielmehr gab es viele zerstreute Wohnplätze. Alles war einfach und „ärmlich“, auch deshalb, weil die Familien , wenn der Ort „abgewirtschaftet“ war oder aus anderen Gründen wie Krieg, Plünderung, Krankheit, einfach weiter gezogen wurde. Erst viel später rückten die Siedler näher zusammen und bildeten eine Gemeinschaft. Es ist also anzunehmen, dass unser Hemeke die nach seiner Meinung beste Stelle für sein zu Hause gefunden hatte.
Die überwiegende Mehrheit der Bevölkerung im Mittelalter lebte auf dem Land. Allein der Anteil der Bauern betrug mit leichten Schwankungen über die Jahrhunderte um die 90 Prozent. Die wenigen noch von den Römern errichteten Städte blieben bis ins Hochmittelalter singuläre Erscheinungen. Sesshaftigkeit war über große Abschnitte des Mittelalters die Regel. Dieses Faktum begründet sich vor allem im Feudalismus mit seinen Erscheinungsformen der Grundherrschaft und der Schollenpflicht der Bauern. Die Grundherren untersagten den Bauern unter Androhung von harten Strafen, das Land, dass sie bewirtschafteten, zu verlassen. Einige wenige Bauern setzen sich über den Willen des Grundherrn hinweg und flohen in die Städte, um ihrem Schicksal der kargen Lebensbedingungen und der harten täglichen Arbeit zu entkommen. 2)
Die vorherrschende Wirtschaftsform im frühen Mittelalter war eine extensive Landwirtschaft. Man betrieb Viehzucht und nutzte die Böden nur über einen gewissen Zeitraum hinweg. Waren dem Boden die Nährstoffe entzogen, wurden neue Flächen gerodet und bewirtschaftet. Nach ein paar Jahren wanderten die Menschen weiter. Land gab es ausreichend, die Bevölkerungsdichte war gering. Nach Schätzungen lebten im 6. Jahrhundert auf dem Gebiet des späteren Deutschlands und Skandinaviens nur etwa zwei Millionen Menschen. Bis zum Jahr 1000 stieg die Bevölkerung dann auf ca. vier Millionen an, im 14. Jahrhundert waren es knapp 12 Millionen. Im frühen Mittelalter wurden landwirtschaftliche Produkte also nicht von Bauern erzeugt, die seit Generationen auf ihren Höfen saßen, sondern von Menschen mit nomadischen Lebensformen. Die Siedlungen mit ihren primitiven Holzhäusern ließen sich schnell verlegen. Erst als die Menschen den leichten, kaum in den Boden eindringenden Hakenpflug durch stabile, Schollen brechende Geräte ersetzten, wurde die Landwirtschaft intensiver.

Klein

Rodensleben

und

Groß

Rodensleben

können

in

diesem

Jahr

(2018)

ihr

1130

Jubiläum

der urkundlichen Erwähnung feiern.

Foto: http://www.medienwerkstatt-online.de
Die Aussaat des Saatgutes erfolgte nach der Auflockerung des Bodens. Der Bauer band sich einen Säkorb gefüllt mit den Saatkörnern um, die er auf dem Feld aussäen wollte. Zuvor wurde der Boden mit der Egge bearbeitet, um die groben Schollen auf dem Acker aufzulockern. Nach der Aussaat wurde mit der Egge aber auch der Boden wieder geglättet, um das Saatgut in den Boden einzuarbeiten. 5)
Foto: http://www.medienwerkstatt-online.de
Quelle: 1) Ausführungen von Dr. Friedrich Danneil in Beitrag zur Geschichte des magdeburgischen Bauernstandes 2) aus Wikipedia 3) deutschland-im-mittelalter.de 4) Die Wüstungen im Nordthüringgau Prf.Dr. G.Hertel 5) http://www.medienwerkstatt-online.de
Als Zugtiere benutzte man im Mittelalter zunächst Ochsen, die mit dem Joch eingespannt wurden. Mit dem Joch konnten aber ausschließlich Rinder angespannt werden, da es mit dem Kopf verbunden oder an den Hörnern befestigt wurde. Meistens wurden die Ochsen paarweise eingespannt.
E n t -           w  u  r  f Ersterwähnung der Nachbardörfer: Domersleben 1056 als Domeresleben Wanzleben  937 (?)    als Wantesleba Klein Rodensleben 888 als  Rodensleva Groß Rodensleben 888 Bergen 1093 Ochtmersleben 1145 Drackenstedt 973 als Drikkestedi Dreileben 966 als Drogonleuo (?) Wellen 1137 als Remkersleben 945  Quelle: Wikipedia Ihr befindet euch auf Seite 5 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 1 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 2 Hemsdorfer Geschichte zur Folge 3
Hemsdorfer Geschichte zur Seite 2
Hemsdorfer Geschichte Vorgeschichte
Hemsdorfer Geschichte Vorgeschichte
Hemsdorfer Geschichte Vorgeschichte
Hemsdorfer Geschichte zur Folge 4 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 1 Hemsdorfer Geschichte zur Seite 2 Hemsdorfer Geschichte zur Folge 3 Hemsdorfer Geschichte Vorgeschichte Hemsdorfer Geschichte Vorgeschichte Hemsdorfer Geschichte zur Folge 4 wird fortgesetzt Hemsdorferinnen mit Kostüme wärend des Umzuges